Sunny beim Chiropraktiker

Guten Abend,

ich bin ziemlich fertig und werde mich daher kurz halten, doch ich muss euch einfach von dem Besuch beim Chiropraktiker berichten. Denn wir waren heute mit Sunny in Albuquerque bei dem besten Chiropraktiker in der Gegend und er wird seinem Ruf gerecht.

Doch ich fange mal von vorne an. Sunny ging nachdem wir ihn mit etwas Futter gelockt haben gut auf den Hänger und blieb auch die über zweistündige Fahrt ruhig stehen. An unserem Ziel angekommen ließ er sich problemlos ausladen und trotz dessen es das erste Mal woanders auf als auf der Ranch war, war er total ruhig und schaute sich interessiert um. Der Assistent vom Chiropraktiker (der zugegeben ziemlich gut aussah 😉 ) hätte nicht gedacht, dass er ein Hengst ist.

Sunny war wie immer verfressen und Vorlaufen im Roundpen etwas faul, aber sehr lieb. Der Chiropraktiker schaute sich alles genau an und tastete ihn ab. Er stellte fest, dass Sunny ansich zwar im Hals leicht verrrenkt war, er aber sonst im Rücken topfit ist, allerdings ist er sehr empfindlich an den Rippen und hat eine Prellung an den vorderen Rippen (rechts stärker als links, was erklärt warum er sich rechts schlecher biegt), wodurch ihm der Sattelgurt natürlich sehr unangenehm ist. Zusätzlich ist er etwas emfindlich in der Nähe des Trapezmuskels, also in der Sattellage. Der Chiropraktiker hat zu unserer Erleichterung aber gesagt, dass sich das mit dem richigen Sattel hinbekommen lässt und es nicht verärblich ist. Also können wir Sunny bald wieder reiten (anfangs wollen wir es ohne Sattel probieren) und Andrea kann mit ihm züchten.

Wir werden wenn Andrea von der Doterra-Convention nächste Woche wieder da ist, erneut einen Termin machen, um zu schauen, wie es mit einem Sattel aussieht und bis dahin werden wir ein paar Touches für die Rippen und besonders in der Gurtlage machen und die Stelle mit Traumeel und einem Öl eincremen um etwas gegen die Prellung zu tun.

Darüberhinaus hat der Chiropraktiker auch festgestellt, dass Sunny Zecken in den Ohren hatte, was hier anscheinend öfter vorkommt und zwar nicht direkt mit dem Buckeln im Zusammenhang steht, ihn aber zusätzlich gestört haben wird.

Manche erinnern sich jetzt vielleicht an meinen ersten Beitrag über Sunny, wo ich geschrieben hatte, dass er nur zwischendurch buckelt und fragen sich jetzt vielleicht warum er bei den Schmerzen nicht jedesmal gebuckelt hat. Der Chiropraktiker meinte, dass die Schmerzen einerseits ähnich sein könnte, als wenn man einen Tritt gegens Schienbein bekommt, es tut nicht sonderlich weh, bis man nocheinen bekommt. Außerdem ist Sunny nunmal sehr menschenfreundlich und gibt sich bei der Arbei große Mühe, wodurch er wahrscheinlich immer versucht hat die Schmerzen auszuhalten, bis es nicht mehr ging.

So das war länger als beabsichtigt…

Eure müde Kate

Achso und es ist schon eine Weile her, dass das Bild gemacht wurde, aber es zeigt die Gurtlage ziemlich gut.

 

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Was für ein Tag

Hallo zusammen,

also das war wirklich ein laaaanger Tag.

Wir sind ziemlich früh zum Caja del Rio gefahren, man könnte es auch ein einstündiges Entferntes Nichts nennen, mit einer wunderschönen Landschaft. Wir haben uns dort mit zwei Freundinnen von Andrea getroffen und sind eine Teilstrecke, des Distanzrittes Ende September abgeritten, den ihre Freundin organisiert. Diese Teilstrecke war 22,5 Kilometer lang, es ging viel rauf und runter und leider auch sehr viel in einem Zuckeltrab den Honey gar nicht gut fand. Ich im Nachhinein auch nicht, als ich am nächsten Morgen aufstand und mir meine Oberschenkel für meinen Geschmack etwas zu präsent waren.

Das erste Problem hatten wir bereits bevor wir überhaupt los geritten waren, denn wie sich herausstellte, hatten wir Honey Sattel ohne Sattelgurt mitgenommen… Zum Glück hatte ihre Freundin noch einen Sattel mit, der leider sowohl eine extrem rutschige Satteloberfläche hatte als auch insgesamt etwas locker auflag (es war halt ein baumloser Sattel). Um nicht mit dem Sattel zu rutschen musste ich auf dem Ritt ein paar Mal abspringen wenn wir Kühen begegnet sind, die Honey nicht kannte und sehr gruselig fand.  Alles in allem war es aber ein toller Ritt mir einer wunderschönen Aussicht.

Tja dann war der Ritt zwar vorbei, der Tag aber noch lange nicht… Auf dem Rückweg haben wir die richtige Auffahrt auf den Highway leider verpasst, sodass wir einen Umweg über Santa Fe gefahren sind und auch gleich tanken wollten. Als wir da so an der Tankstelle standen viel Andrea auf, das ihr Führerschein und ihre Visakarte ihr irgendwo aus der Tasche gefallen waren, während wir die Pferde nach dem Ritt verladen hatten. Da das Fenster vom Truck nicht zu ging, hatten wir keinerlei Wertsachen mit außer unsere Handys, den Führerschein und diese eine Karte. Problem: Wir hatten nicht mehr genug Benzin um zurück zu fahren und kein Geld um zu tanken, also ich hätte ein paar Euro im Angebot gehabt, aber… naja, dass hat auch nicht geholfen. Also haben wir Andreas Freundin angerufen in der Hoffnung, dass sie vielleicht auch erst in die Stadt gefahren war. Dem war leider nicht so, aber dennoch fuhr sie die halbe Stunde zurück um uns Geld für Benzin zu leihen und uns zwei Wasserflaschen mitzubringen.

Als wir dann wieder Benzin hatten sind wir zum Caja del Rio zurück gefahren und haben den Führerschein und die rote Karte, die im Sonnenlicht glitzerte zum Glück auch schnell gefunden und sind endlich nach Hause gefahren.

Wir kamen völlig erschöpft an, die Pferde waren froh, als sie nach der langen und teilweise huckeligen Hängerfahrt endlich raus kamen und dann viel uns auf, dass Jamila eine Kolik hatte, also war der Tag noch immer nicht vorbei… Über die Kolik ansich und was man am besten tun kann, werde ich noch einen extra Beitrag schreiben. Es endete jedenfalls damit, dass Andra um 1 Uhr nochmal nach ihr schaute und ich um 3. Womit dann auch die  Nacht nur semi erholsam war. Um das schon mal vorweg zu nehmen, es ging alles gut aus.

Alles Liebe Kate.

 

Und… Los!

Hallöchen,

ich habe jetzt zum Glück wieder Strom, nachdem eine Taube auf der Stromleitung leider einen gewischt bekommen hat und mit einem lauten Knall, der Strom ausging. Also kann ich euch jetzt die Bilder von Sunny zeigen, wie er über den Platz geprescht ist, als wir ihn einmal richtig rennen gelassen haben. Er hatte richtig Spaß und hat all seine Energie die er sich in den letzte Tagen leider angesammelt hat rausgelassen.

Plötztlich kann das Pferd auch richtig traben!

Liebe Grüße

Kate

PS: Morgen fahren wir mit ihm zum Chiropraktiker.

 

 

Rettungsaktion Taube

Rettungsaktion Taube, seltsamer Titel nicht wahr…?

Ich erkläre es euch. In Pinos Stall haben wir ein Taubennest und ich muss sagen, dass die echt schnell groß wachsen. In den letzten Tagen fallen die Tauben, vermutlich bei ihren ersten Flugversuchen aus dem Nest und kommen nicht wieder rein, sodass sie dann auf dem Boden bleiben und somit natürlich eine leichte Beute für einige Hunde und vorallem für den Kater Dart abgeben. Dart ist es zwar egal, wenn er in meinem Badezimmer ein Nickerchen auf dem Duschvorleger und plötzlich eine Maus an ihm vorbeihuscht, die mich zu Tode erschreckt, aber sobald eine Taube auf dem Boden sitzt schleicht er um Pinos Stall herum und man muss sich beeilen ihn noch zu erwischen bevor er die Taube erwischt. So kam es, dass wir nun ich glaube schon drei Mal die Tauben mit einer Jacke gefangen und wieder in ihr Nest gesetzt haben.

Wir hoffen, dass die Tauben beim nächsten Flugversuch tatsächlich fliegen und somit Dart entwischen können.

Alles Liebe

Kate

Achso und was die Maus oder die Mäuse angeht, haben wir uns dazu entschlossen Darts Job zu übernehmen und kaufen morgen Nutella, damit wir sie in Lebendfallen locken können.

Imagine

Hey,

also ich habe euch ja bisher nur von dem Hengst Sunny erzählt, aber er ist nicht der einzige Hengst hier.

Der zweite Hengst und Andreas berühmtester Deckhengst ist Imagine That Ma ein ehemaliges Rennpferd und er erstaunt mich immer wieder.

Als unser süßes Fohlen Love kam (eine Tochter von ihm), haben wir Moment die trächtige Stute die bis dahin mit Tazzie (Loves Mutter) zusammen stand nebenan zu Imagine und Pandora gestellt. Klar hat Imagine sie freudig begrüßt, aber Moment war natürlich nicht interessier und anstatt irgendeine Aufstand zu veranstalten, hat er einfach gesagt okay, dann fressen wir halt Heu. Als wäre es das normalste auf der Welt.

Gerade haben wir ihn dann zu Tazzie und Love gestellt, was Taz natürlich dazu veranlasste ihr Baby zu beschützen und obwohl sie rossig ist, hat Imagine wieder gesagt okay, ich lasse euch in Ruhe und jetzt mümmeln beide friedlich nebeneinander an ihrem Heu.

Im Endeffekt zeiget Imagine, dass Hengste, wenn sie mit Suten und ihren Fohlen aufwachsen gar nicht so aufdringlich sind wie viele Leute denken.

Autofahrt in den USA

Hey everybody,

also erstmal ja dieses Schild ist tatsächlich ein staatliches Verkehrsschild 😀 .

Ich bin vor kurzem das erste Mal hier mit dem Auto gefahren… Es ist anders… Also der erste Unterschied ist für mich das Fahren mit einem Automatikwagen, zwar habe ich das schon ein paar mal gemacht, aber nicht wirklich oft. Mit Andreas Auto zu fahren ist aufgrund der Automatikschaltung, den Straßen und der Fahreinstellung der Amerikaner sehr entspannt.

Viel verstörender fand ich es Andreas alten Truck die huckelige und steinige Hofeinfahrt hochzufahren. Dieser Truck hat zwar Automaktik, aber keine Servolenkung!!! Achso und der Schalthebel ist an dem Lenkrad. Also alles vollkommen, nicht deutsch.

Ich hoffe nicht, dass ich den Truck nochmal fahren muss.

Kate

 

 

Pino

Goog morning,

ich dachte mir dass ich euch heute mal von dem fünfjährigen Wallach Pino erzähle… Pino ist genau wie seine Mutter Pandora ein Sensibelchen, ziemlich schreckhaft und obwohl er nur ein Jahr jünger ist als Sunny und Gem ist, erinnert er mich eher an den zweijährigen  Migajstic. Dazu kommt es, dass Pino erst kurz bevor ich hier ankam gelegt wurde und dadurch noch zusätzlich verschreckt ist. Es hat eine ganze Weile gedauert bis man ihn wieder fangen und normal aufhalftern konnte.

Eigentlich ist Pino von seinem Ausbildungsstand schon relativ weit, er kennt alle Übungen vom Boden aus und den Sattel, eigentlich fehlt nur noch das Gebiss und das Einreiten, achso und an dem Einsprühen mit dem Fliegenspray arbeiten wir noch, dennoch fangen wir mit ihm langsam wieder an, da er in den letzten Wochen seines Hengstlebens aufgrund der Hormone etwas durchgedreht ist und durch alle Zäune gegangen ist. Nun wird er langsam wieder ruhiger, aber dennoch dauert es bis die Hormone ganz verschwinden. Dadurch passiert es auch im Trab immer noch das er sich losreißt oder dass er sich auf dem Platz nicht einfangen lässt.

Dennoch ist er sehr lieb und mir inzwischen ans Herz gewachsen, obwohl ich am Anfang so meine Schwierigkeiten mit ihm hatte, weil ich ihm einfach nicht vertrauen konnte. Doch in den letzten Wochen habe ich viel Körperarbeit mit ihm gemacht wodurch wir beide angefangen haben uns gegeseitig zu vertrauen. Bei Pino macht mir die Körperarbeit am meisten Spaß, weil ich merke wie gut sie ihm tut und er sich dabei wirklich entspannen kann. Am liebsten mag er das Lecken der Kuhzunge, dass ist ein TTouch bei dem man mit den Fingerspitzen und dem Handballen (die Finger sind dabei leicht gespreizt und gekrümt) angefangen kurz hinter der  Bauchnaht über den Bauch und Rücken bis zur Wirbelsäule (um genauer zu sein ein kleines Stück über die Wirbelsäule) fährt und dann etwas versetzt zurück zur Bauchnaht. Dies kann man leicht versetzt über den ganzen Bauch-Rückenbereich vortsetzen. Diese Übung verbindet einerseits den Bauch und Rücken des Pferdes und fördert dadurch das Selbstvertrauen, Gleichgewicht, Gangvermögen und die Koordination des Pferdes. Schweifarbeit mag er hingegen nicht sonderlich, da er aber einen ziemlich „festen“ Schweif hat, ist diese Arbeit für ihn wichtig, so dass er sie inzwischen über sich ergehen lässt. Die Schweifarbeit besteht aus Bewegungen mit der Schweifrübe, verbunden mit TTouches und entspannt die Schweifrübe und den Rücken, da die Schweifrübe des Pferdes eine Fortsetzung der Wirbelsäule ist.

So jetzt muss ich aber los, wir wollen mit Pino arbeiten und das Fliegenspray mitnehmen, also wünscht uns viel Glück 😉

Kate

Spaziergang mit Sunny

Guten Abend alle miteinander,

heute waren wir das erste Mal mit Sunny spazieren, damit er  mal was anderes sieht und sich nicht nur auf dem Platz langweilt. Also er kennt das Gelände, er ist dort aufgewachsen, aber das ist über vier Jahre her… Er hat sich alles ganz interessiert angeschaut, viel geschnuppert und war dabei super lieb. Man konnte ihm ansehen wie viel Spaß es ihm gemacht hat und es war eine Freude mit ihm zu laufen.

Allerdings ist Sunny nunmal auch sehr verfressen, wirklich auf seinem Paddock lässt er kein Heu liegen und als wir über die ganzen Graßbüschel gelaufen sind hat er natürlich oft mal nach unten geschielt.

Gute Nacht

Kate

Verladetraining

Halli Hallo,

Andrea und ich haben in letzter Zeit mit der sechsjährigen Stute Gem das Verladen geübt, da sie verkauft ist. Um es ihr zu erleichtern haben wir ein erhöhtes Brett gebaut und es vor den Trailer gelegt. Obwohl unsere Baukünste eher mäßig sind und das Brett sehr wackelig war hatte Jam keine Probleme darüber zu gehen. Nur in den Trailer wollte sie nicht, den wir ganz auf gemacht haben, sodass er sehr hell und groß war. Doch wie sich heraustellte mag Jam kein Fliegenspray, also haben wir sie erst mit Futter gelockt, bis sie mit den Forderbeinen drin stand und haben sie dann hinten mit Wasserspray angesprüht und siehe da schon stand sie im Trailer, der im Gegensatz zum Fliegenspray dann schon gar nicht mehr so schlimm war. Inzwischen geht sie bereits ohne Spry in den Trailer und in den nächsten Tagen werden wir es dann auch ohne die Brücke versuchen.

Gestern haben wir unsere beiden Vierjährigen dann mal über die unsere Brettkonstruktion gehen lassen und ehe wir uns versahen standen Viki und Jaina im Trailer und fraßen den Rest von Gem’s Futter. Geplant war das zwar nicht und damit gerechnet hätten wir erst recht nicht, aber okay dagegen hatten wir auch nichts ;).

Liebe Grüße

Kate

 

 

11.46

Hier ist es gerade 11.46 Uhr und somit ist die Sonnenfinsternis an ihrem dunkelsten Punkt angelangt,  leider handelt es sich hier in Santa Fe nicht um eine totale Sonnenfinsternis und just in diesem Moment ist die Wolkendecke so dick, dass man leider nichts sehen kann…