Die Reise beginnt – mit einem Schock!

Als ich mich gestern von allen verabschiedet habe, haben mir alle einen guten Flug gewünscht. Dennoch kann ich leider nicht sagen, dass der Flug gut anfing…

Am Flughafen angekommen erfuhr ich, dass mein Flug eine Verspätung von zwei Stunden hatte, wodurch das Erwischen meines Anschlussfluges zwar knapp aber noch möglich gewesen wäre. Das war für meinen emotionalen Zustand und mich, die zum ersten Mal alleine und zum ersten Mal in die USA fliegt bereits…, naja sagen wir mal kritisch.

Nach einiger Wartezeit habe ich mich durch die Sicherheitskontrolle begeben, mich mit einer ausreichenden Menge an Süßigkeiten eingedeckt, mir eine Flasche Wasser gekauft und die Passkontrolle durchquert. Als ich an der letzten Kontrolle ankam, teilte mir eine sehr freundliche Mitarbeiterin, die ich schon zuvor auf meinen Anschlussflug angesprochen hatte mit, dass mein Flug noch mehr Verspätung haben würde. Ich rede hier von einer Verspätung von fast 5 Stunden, wodurch ich meinem Anschlussflug nicht mal mehr hätte zuwinken können, wenn er ohne mich von Las Vegas abgeflogen wäre. Damit änderte sich mein Gemütszustand von kritisch in pure PANIK!!!

Die freundliche Mitarbeiterin empfahl mir dann mich beim Service Point der Fluggesellschaft aufgrund meines Anschlussfluges zu melden. Dafür musste ich den Sicherheitsbereich verlassen, um zu erfahren, dass sie leider nichts tun können und ich mich in Las Vegas beim Service Point melden müsste…

Vollkommen aufgelöst befand ich mich also wieder im „normalen“ Bereich des Flughafens, wo meine Mutter und meine Tante mir Gesellschaft leisteten. Dazu sollte ich vielleicht sagen, dass sie bereits wieder im Auto saßen als ich sie zurückzitierte. Danke an euch und danke auch an weiter Familienmitglieder die per Handy halfen. Manche wundern sich an dieser Stelle vielleicht wie meine halbe Familie innerhalb so kurzer Zeit von meinen Problemen erfuhr… Nun das ist einfach, denn obwohl jegliche Informationen normalerweise über meine Oma weitergeleitet werden, ging es diesmal direkt von meiner Mutter aus. Wahrscheinlich weil meine Oma kein Handy hat und somit zu weit weg war…

Jedenfalls habe wir drei das gemacht, was Frauen in so einer Lage halt machen: Frustshoppen!!! Okay für mich ist das alles andere als typisch, aber Kaffee oder in meinem Fall Kakao hatte ich bereits genug intus, so dass ich mein Handgepäck noch einmal umräumte, um den neu erworbenen Pulli gleich mitzunehmen. Ob ich ihn in der Hitze von New Mexico tragen kann, werde ich berichten.

Nach einiger Zeit stellte sich heraus, dass mein Flug nun doch nur die vorher angekündigten zwei Stunden Verspätung hatte, wodurch ich mich plötzlich beeilen musste. Also ging ich erneut durch die Sicherheitskontrolle wo ich meine erstandene und immer noch volle Wasserflasche abgeben musste, nur um mir 5 Minuten später erneut eine zu kaufen. Eine halbe Stunde später befand ich mich dann endlich on Bord. Der Flug war lang aber mit genügend Filmen und Serien kamen mir die 11 Stunden gar nicht soooo extrem lang vor wie ich es erwartet hatte, mein Hintern sah das allerdings wohl etwas anders 😉

In Las Vegas angekommen bekam ich dann wieder Zeitdruck, denn die strenge Sicherheitskontrolle und die erneute Gepäckaufgabe und das Check-in dauerten sehr lange, so dass die Nervosität und die Hetzerei meinen Adrenalinspiegel hoch hielten und ich es kaum merkte, dass ich bereits seit über 20 Stunden wach war. Zum Glück hatte ich Hilfe von einer netten Frau (sie war ebenfalls Deutsche), die ein ähnliches Problem hatte und so rannten wir dann zusammen mit jeweils zwei Koffern über den Airport von Las Vegas. Alleine hätte ich es wohl kaum rechtzeitig geschafft mich zurecht zu finden.

Erst als ich im Flugzeug nach Alburquerque saß und das erste Mal an dem Tag wirklich entspannen konnte, machte sich die Müdigkeit mit einem Schlag bemerkbar und wurde erstaunlich ruhig und döste vor mich hin.

Im Endeffekt muss ich leider sagen, dass meine Cousine, die mir bei einem unserer Telefonate gesagt hatte, dass ich ruhig bleiben solle, da ich ohnehin nichts hätte ändern können, Recht hatte. Naja ich denke das ist einfach nicht mein Stil.

 

Eure todmüde Kate

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