Spaziergang mit Sunny

Guten Abend alle miteinander,

heute waren wir das erste Mal mit Sunny spazieren, damit er  mal was anderes sieht und sich nicht nur auf dem Platz langweilt. Also er kennt das Gelände, er ist dort aufgewachsen, aber das ist über vier Jahre her… Er hat sich alles ganz interessiert angeschaut, viel geschnuppert und war dabei super lieb. Man konnte ihm ansehen wie viel Spaß es ihm gemacht hat und es war eine Freude mit ihm zu laufen.

Allerdings ist Sunny nunmal auch sehr verfressen, wirklich auf seinem Paddock lässt er kein Heu liegen und als wir über die ganzen Graßbüschel gelaufen sind hat er natürlich oft mal nach unten geschielt.

Gute Nacht

Kate

Verladetraining

Halli Hallo,

Andrea und ich haben in letzter Zeit mit der sechsjährigen Stute Gem das Verladen geübt, da sie verkauft ist. Um es ihr zu erleichtern haben wir ein erhöhtes Brett gebaut und es vor den Trailer gelegt. Obwohl unsere Baukünste eher mäßig sind und das Brett sehr wackelig war hatte Jam keine Probleme darüber zu gehen. Nur in den Trailer wollte sie nicht, den wir ganz auf gemacht haben, sodass er sehr hell und groß war. Doch wie sich heraustellte mag Jam kein Fliegenspray, also haben wir sie erst mit Futter gelockt, bis sie mit den Forderbeinen drin stand und haben sie dann hinten mit Wasserspray angesprüht und siehe da schon stand sie im Trailer, der im Gegensatz zum Fliegenspray dann schon gar nicht mehr so schlimm war. Inzwischen geht sie bereits ohne Spry in den Trailer und in den nächsten Tagen werden wir es dann auch ohne die Brücke versuchen.

Gestern haben wir unsere beiden Vierjährigen dann mal über die unsere Brettkonstruktion gehen lassen und ehe wir uns versahen standen Viki und Jaina im Trailer und fraßen den Rest von Gem’s Futter. Geplant war das zwar nicht und damit gerechnet hätten wir erst recht nicht, aber okay dagegen hatten wir auch nichts ;).

Liebe Grüße

Kate

 

 

11.46

Hier ist es gerade 11.46 Uhr und somit ist die Sonnenfinsternis an ihrem dunkelsten Punkt angelangt,  leider handelt es sich hier in Santa Fe nicht um eine totale Sonnenfinsternis und just in diesem Moment ist die Wolkendecke so dick, dass man leider nichts sehen kann…

Touch of Honey

Hey there!

Honey ist eine 14-jährige Fuchsstute und zu meinem kleinen eigenen Projekt geworden. Sie ist eines der wenigen Pferde, die wir reiten können ohne sie zuvor einreiten zu müssen :).

Sie war das erste Pferd, dass ich bei Andrea geritten bin und es war furchtbar. Ich dachte ich kann überhaupt nicht reiten, aber eigentlich ist es Honey die einfach nicht gut ausgebildet ist, da sie mehr eine Zuchstute war, jedoch hat sie zweimal hintereinander verfohlt, so dass sie jetzt eine Pause bekommt. Jedenfalls habe ich sie beim Reiten kaum auch nur vorwärts bekommen, sie reagierte kaum auf Schenkel- oder Gewichtshilfen und ist im Maul sehr empfindlich. Leider weiß Andrea aber auch nicht in welchem Stil sie eingeritten wurden, wir vermuten irgendein eine schlechte Form von Wester, den schnell Rückwärts gehen kann sie.

Also habe ich beschlossen mit ihr zu arbeiten, denn irgendwo muss der Araber ja zufinden sein und somit auch der Vorwärtsknopf 😉 Ich habe begonnen vom Boden aus mit ihr zu arbeiten, wobei mir aufgefallen ist, dass sie eher vorwärts-hochwärts läuf, als vorwärts-abwärts, aber immerhin gewöhnt sie sich inzwischen daran vorwärts zu laufen und sie hat einen wunderschönen Trab, sehr raumgreifend. Heute hatten wir sogar schon Probleme beim durchparieren. Ich bin jetzt seit knapp einer Woche dabei sie an das Vorwärts zu gewöhnen und es klapp ziemlich gut, jedenfalls vom Boden aus. Gestern habe ich dann angefangen mit dem Abwärts, also sie an Ausbinder zu gewöhnen. Denn nach ihrer erste Reaktion zu urteilen kannte sie dass nicht; sie ist rückwärts gerannt. Da Andreas Ausbinder leider zu klein sind, habe ich mir Dreieckszügel einfach selbst zusammen gebastelt. (Dreieckszügel bewirken es vorallem, dass das Pferd den Kopf nach unten nimmt.) Das erste Mal habe ich die Ausbinder einfach ganz locker ans Halfter geschnallt und sie ein paat Runde damit laufen gelassen, damit sie sich an die Bänder gewöhnt. Heute habe ich dann die Trense genommen und die Ausbinder zuerst ganz locker, also ohne jegliche Einwirkung befestigt und dennoch wollte sie rückwärts laufen und hat sehr nervös gekaut. Also habe ich ein paar TTouches gemacht, damit sie sich wieder beruhigt und somit wurde auch das Kauen besser, besonders wichtig war es dabei selbst ganz ruhig und bewusst zu atmen.  Darüber hinaus habe ich sie immer wieder den Kopf ganz weit runter nehmen lassen, damit sie sieht, dass die Ausbinder dann locker werden. Ich sie frei hinter mir herlaufen gelassen, damit sie jederzeit hätte stehen bleiben können, was sie aber gar nicht gemacht hat. Dann habe ich sie im Round Pen nach außen, also von mir weg geschickt, was sie nicht so toll fand, da sie sich bei mir sicherer fühlte und nicht mit den Ausbinder „alleine“ sein wollte. Dennoch hat sie es gemacht und so habe ich sie auch ein paar Runden traben lassen. Dann habe ich eine kleine Pause gemacht, in der ich noch etwas Körperarbeit gemacht habe, bevor ich die Ausbinder enger geschnallt habe. Mit diesen engeren Ausbindern, die tatsächliche eine leichte Wirkung hatten, habe ich das Schrittgehen wiederholt und bin immer wieder stehen geblieben, um sie zu beruhigen und sie den Kopf senken zu lassen. Wichtig ist es bei Pferden immer auf beiden Händen zuarbeiten, denn etwas kann auf der linken Hand kein Problem sein, auf der Rechten aber zum Monster werden.

Was ich auch festgestellt habe, ist dass Honey im Gelände sehr viel besser vorwärts geht als auf dem Platz, ob es allerdings etwas mit unserer Bodenarbeit zu tun hat, oder einfach damit, dass sie dabei mehr Spaß hat weiß ich nicht…

Ich denke mitte nächste Woche werden ich dann anfangen mit Honey sowohl die Bodenarbeit fortzusetzten, als auch zwischendurch auf dem Platz zu reiten.

Alles Liebe Kate

PS: Honey errinnert mich sehr an meine verstorbenen Reitbeteiligung Ballerina, vielleicht gebe ich mir deshalb mit ihr so viel Mühe.

Trockenübung

Guten Abend,

naja gut, kann man es selbst hier in New Mexico nicht wirklich nennen, denn es gewittert seit einer Stunde und hat jetzt auch noch angefangen wie aus Eimern zu schütten, da sich die Arbeit mit den Pferden somit erledigt hat, hat Andrea mir als Übung für morgen das Fahren vom Boden aus gezeigt und zwar im Wohnzimmer. 😉

Der Schuckelstuhl wurde dabei zum Pferd und schon musste ich hinter dem stehenden Schauckelstuhl hertiegern und die Leinen mal so und mal anders halten, es war zugegeben eine sehr lustige Angelegenheit und sah wahrscheinlich auch ziemlich dämlich aus, jedenfalls waren Andrea und ich beiden am Lachen.

Ob die Übung was gebracht hat werde ich berichten.

Gute Nacht

Kate

Romi

Guten morgen,

Romi, die Stute auf dem  Bild ist 37 Jahre alt und dennoch hängt sie im Schritt alle anderen Pferde ab. Andrea hat Romi vor 9 Jahren für ihre Kinder bekommen, als eine Art Leihpferd. Vor zwei Jahren hat Andreas Sohn sie immer noch geritten, doch in den letzten zwei Jahren ist sie dann doch alt geworden…

Gestern lag sie zum wiederholten Mal auf der Wiese und kam nicht mehr hoch. Sie hatte die Augen geschlossen, kaum geatmet und sich nicht bewegt. Wir haben sie erst gar nicht wieder hochbekommen. Andreas Sohn hat dann mit seinen Schuhen Wasser aus der Nahe gelegenen Pfütze geholt und sie damit übergossen und dann haben wir es schließlich zu dritt geschafft sie auf die Beine zu bekommen und tada, Romi war wieder die Alte. Es war als hätte sich ein Schalter umgelegt und sie maschierte los.

Heute Morgen wurde sie dann von ihrer Besitzerin abgeholt, da sie dort einfach sicherer ist… Der Tierarzt ist sofort da, es sind immer Leute da, die ihr hochhelfen können, alleine hat man da keine Chance und falls sie irgendwo liegt fällt es schneller auf, hier kann man auch drei Stunden suchen und sie dennoch nicht finden, da das Land einfach zu groß ist…

Gestern hab ich echt gedacht es ist vorbei, einen Tag bevor ihre Besitzerin sie abholt… doch zum Glück ist alles gut gegangen und ihre Besitzerin hatte beim Wiedersehen tränen in den Augen und Romi ist gut zu Hause angekommen.

Liebe Grüße

Kate

Die Vierjährigen

Hallo zusammen,

Andrea und ich fangen gerade an mit den beiden vierjährigen Stuten zu arbeiten, Viki und Jaina. Zur Zeit sind wir noch dabei, das richtige Führen und Putzen zu üben, um genau zu sein es zu festigen und zu verbessern. Unser Endziel ist es die beiden Einzureiten, aber bis dahin vergeht wohl noch einige Zeit, ich hoffe aber das wir es noch schaffen, bevor ich wieder abreisen muss.

Letztens waren wir mit ihnen zum ersten Mal auf dem Platz, was für die Beiden sehr aufregend war und sie dem entsprechend unruhig waren, denn für sie war es das erste Mal, dass sie nur zu zweit so weit und so lange von ihrer Herde entfernt waren. Es war allein schon sehr viel Geduld von Nöten sie überhaupt erst auf den Platz zu bringen.

Vorgestern ging das hingegen schon viel besser und die Beiden wurden ruhiger. Gerade Jaina hatte jedoch sehr stark mit den Fliegen zu kämpfen und schlug die ganzen Zeit mit dem Kopf, so dass wir es mit ihr geübt haben, von beiden Seiten zu führen, dass hat ziemlich gut funktioniert und es war auch sehr interessant zu beobachten, wie viel leicher es ihr fiel im Labyrinth anzuhalten, wo sie wirklich eine Stange sah vor der sie stehen bleiben sollte, als einfach mitten auf dem Platz anzuhalten.

I´ll keep you posted.

Kate

Arbeit mit einem Hengst

Hallo,

Obwohl ich schon seit Jahren mit Pferden zu tun habe, habe ich noch nie mit einem Hengst gearbeitet und meine einzige Erfahrung bezog sich auf einen Hengst, den ich mit 12 Jahren mal kurz halten sollte und der mich dann fast in die Luft gezogen hätte, als er eine Stute sah. Naja danach wollte ich dann auch nicht mehr wirklich was mit einem Hengst zu tun haben, jedenfalls bis jetzt.

Wir haben in den letzten Tagen nachdem hier etwas Ruhe eingekehrt ist angefangen mit den Pferden richtig zu arbeiten, unteranderem mit Sunny, einem sechjährigen wunderschönen Hengst. Er ist ein kleines Problem-Pferdchen, den Andrea schon fast aufgegeben hatte, aber ich konnte sie davon überzeutgen ihm noch eine Chance zu geben. Er ist total lieb, hat keierlei Hengstallüren und er gibt sich wirklich Mühe. Am Boden ist er sehr freundlich und willig etwas zu tun. Obwohl er zwischendurch mal zu anderen den Nachbarn rüberschaut, habe ich seine ganze Aufmerksamkeit, aber beim Reiten ist er laut Andrea 10 mal brav und macht alles super mit und dann plötzlich fängt er wie aus dem nichts an zu buckeln. Wir  haben ihn jetzt einpaar mal im Roundpen sowohl mit als auch ohne Sattel laufen lassen und nachdem er sich die ersten zwei Male so richtig ausgebuckelt hat, wird es jetzt weniger, dennoch war er auch beim Buckeln die ganze Zeit mit einem Ohr bei mir in der Mitte.  Das Buckeln kann man ihm aber auch nicht verdenken, denn schließlich ist er sechs und es wurde eine Weile nicht mit ihm gearbeitet.

Wir wollen jetzt regelmäßig mit ihm arbeiten und bevor ich mich drauf setze einen Chiropraktiker auf seinen Rücken schauen lassen. Ich hoffe das er etwas findet, denn ich arbeite sehr gerne mit ihm und es macht mir riesigen Spaß!!!


Das ist Andrea mit Sunny im Labyrinth.

Unser Neuzuwachs

Die Süße ist unser kleiner Neuzuwachs und kam zwar später als erwartet, aber dennoch stand sie ohne jegliche Vorwarnung gestern Morgen im Stall.