Good bye

Hallo zusammen,

schon vor einer gefühlten Ewigkeit hieß es Abschied nehmen, von Andrea, den Hunden, Dart, den Pferden und ganz besonders von Honey. Es viel mich nicht unbedingt leicht alles was ich in den letzten drei Monaten lieben gelernt hatte zurück zu lassen, aber ich hatte leider auch keine Wahl. Besonders der Abschied von Honey stellte sich als ziemlich schwierig heraus, da sie mir weiter hinterher lief als ich mich eigentlich bereits von ihr verabschiedet hatte. Auch der Abschied von Andrea am Flughafen viel mir natürlich schwer, da sie in den drei Monaten zu einer Art Familie wurde…

Am Samstag bin ich dann doch nach 29 Stunden vollkommen erschöpft wieder in meiner alten Heimat angekommen, die sich gar nicht mehr so sehr nach  Heimat anfühlte… Es war nicht direkt fremd, aber grau, beengt und das Gefühl der Freiheit fühlte sich unendlich weit weg an… Dennoch merkte ich das erst so richtig als ich am nächsten Morgen nach 17 Stunden Schlaf wieder aufwachte. Denn ich wurde weder von dem Wiehern der Pferde, noch von den hellen Sonnenstrahlen geweckt, vielmehr war es dunkel und kalt.

Dunkel und sehr kalt ist es jetzt immer noch, aber immerhin habe ich mich am Hof und bei meiner Reitbeteiligung schon wieder eingewöhnt.

 

Alles Liebe

Kate

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brave Pino

Hallo zusammen,

kurz vor Schluss haben wir noch ein kleines Experiment mit Pino gemacht. Da er so gute Fortschritte gemacht hat und sich sogar auf dem Platz hat einfangen lassen, sind wir nochmal mit ihm in den Hof. Den kannte er natürlich schon, aber es war einige Zeit her, dass er dort war, um genau zu sein war das bevor seine Hengsthormone die Oberhand übernommen hatten. Er fand es zwar etwas aufregend und gruselig, aber er hat sich nur angespannt umgeschaut und sich nicht, wie er es früher gemacht hätte, losgerissen. Das fand ich schon sehr mutig von ihm.

Doch das war nicht das ganze Experiment, denn eigentlich wollten wir wissen, ob wir bis zum Hänger kommen und falls ja, wollten wir wissen wie er ihn findet. Wir kamen bis zum Hänger und obwohl er ihn sehr unheimlich fand ist er mir und natürlich dem Futter brav hinterher getrottet, bis er tatsächlich drin stand. Ich hätte damit nie gerechnet, aber so bin ich sehr froh, dass wir es ausprobiert haben. Natürlich haben wir das bei Pino nicht ohne Vorbereitung probiert, sondern sind auf dem Platz zuvor nochmal über Planen, die Brücke und unter Schwimmnudeln hindurchgegangen;)

Er ist wirklich was besonderes und obwohl ich ihn anfangs nicht sehr mochte, werde ich ihn sehr vermissen.

Alles Liebe

Kate

Viki und Jaina: Endspurt

Hi there,

bevor ich gefahren bin haben wir besonders intensiv mit unseren beiden Vierjährigen gearbeitet und ich bin wirklich richtig stolz auf sie. Nachdem sie die Hilfen einigermaßen verstanden hatten und Andrea beim Führen immer mehr auf Abstand ging, kamen wir mit den beiden noch so weit, dass ich sie alleine im Schritt im Roundpen reiten konnte. Wobei das Jaina wesentlich einfacher viel als Viki, die sehr an Andrea klebte, daher haben wir mit Jaina sogar schon drei Trabschritte geschafft. Viki war wohl etwas müde von dem ganzen Neuem und genießt jetzt wo ich leider wieder weg bin eine kleine Pause 😉

Jaina hat die Hilfen von oben erstaunlich schnell verstanden, so dass wir bereits kreuz und quer durch den Roundpen geritten sind. Es hat wirklich Spaß gemacht und ich bin sehr dankbar, dass ich es mit den Beiden zusammen lernen durfte.

Alles Liebe

Kate

Good Boy

Hey everybody,

wie bereits vorausgesagt, bin ich Sunny nochmal geritten nur leider nicht im Galopp, wodurch mein Ziel ihn in allen drei Gangarten zu reiten leider nicht funktioniert hat. Ich finde das sehr schade und auch etwas traurig, aber vielleicht ist dass die größte Lektion die ich hier gelernt habe, mit Plänen kommt man seinem Ziel näher, aber nicht immer erreicht man es rechtzeitig…

Dennoch bin ich ihn im Schritt und Trab nochmal geritten und er war wirklich sehr lieb, er wollte nichts falsch machen und war anfangs so langsam im Trab, dass wir kaum von der Stelle gekommen sind. Irgendwann haben wir dann beide gemerkt das alles gut ist und er ist wieder flotter geworden. Sunny war richtig gut in den Volten und bei einer Volte sind wir dem Baum mal wieder etwas zu nahe gekommen, sodass ich mich im Trab bücken musste, da uns das nicht zum ersten Mal passiert ist, wusste Sunny, dass er einfach weitertraben soll und hat das auch gemacht. Leider kam mit ein Ast so blöd in den Weg, dass ich mich nicht nur nach unten sondern auch noch zur Seiten bücken musste und beinahe das Gleichgewicht verloren habe, da hat Sunny dann super schnell reagiert, ist durchpariert und hat sich so gedreht, dass ich mein Gleichgewicht leichter wieder finden konnte. Danach hat er ganz süß gegrumelt, als wollte er sagen: Hey ich hab dich gerade gerettet, bekomme ich jetzt was zu fressen 😉

Ich habe den letzten Ritt auf ihm wirklich sehr genossen.

Alles Liebe

Kate

 

vom Boden aus Fahren

Hallo miteinander,

also dieser Beitrag ist leider sehr veraltet, aber ich hatte kein Foto und wir wollten immer noch eins machen, nur hat das leider nicht so super funktioniert… Da ich es aber ziemlich wichtig finde, es wenigstens anzuschneiden, hier dennoch der Beitrag.

Bevor wir bei Viki und Jaina mit dem reiten angefangen haben, haben wir mit ihnen das vom Boden aus Fahren geübt. Dabei tun wir dem Pferd eine Art Seil um die Brust und stecken in dieses Seil langsam und nacheinander die Seile hinein, die dann als Fahrleinen funktionieren. Natürlich muss man das Pferd langsam an die Leinen gewöhnen. Kennt das Pferd die Leinen und erschrickt sich nicht, wenn jemand mit den Leinen hinter einem läuft kann man sie richtig fest Knoten, um auch eine Einwirkung auf das Pferd zu haben. Dabei führt einer das Pferd und der Andere fährt von hinten. Man kombiniert also wie im TTouch üblich, etwas was das Pferd kennt (Führen und eine Art Körperband) mit etwas Neuem (dem eigentlichen Fahren).

Es ist eine sehr gute und vielseitige Vorbereitung für das Einreiten. Einerseits gibt es dem Pferd Sicherheit von hinten, so dass es sich daran gewöhnt das etwas hinter ihm ist und es sich nicht erschreckt, aber am wichtigsten lernt das Pferd auf Hilfen zu reagieren die es nur spürt, aber nicht sieht.

Alles Liebe Kate

PS: Von allen Sachen die ich hier gelernt habe, fällt mir das vom Boden aus Fahren mit Abstand am Schwersten.

Mocca

Hi,

tja also wie heißt es so schön, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt… Das mit Joy nochmal reiten und Sunny nochmal galoppieren klappt wohl nicht mehr…

Mocca ist der einzige nicht Araber den Andrea hat und er ist eigentlich das Pferd von Andreas Tochter, die sich aber nicht mehr um ihn kümmert und auch ihr Interesse ist eher gering. Mocca hat seit zwei Jahren ein Stück Holz in der Schlauchtasche, wie auch immer er das hinbekommen hat und vor knapp einem Monat ist dieses Stückchen Holz plötzlich nach unten gewandert, so dass wir es fühlen konnten. Natürlich haben wir Stuart direkt angerufen, der dieses Stück auch endlich da raus bekommen wollte, aber er hatte ein paar seiner Utensilien nicht dabei und als er das nächste Mal kommen wollte, war das Stück wieder weg. Als wir Mocca dann gestern morgen geputzt haben, hab ich Andrea eigentlich im Scherz gefragt, ob sie etwas fühlt und plötzlich sagte sie ja. Wir haben überhaupt nicht damit gerechnet und Stuart kam noch am selben Tag. Er musste ihn hinlegen und betäuben und hat das Stück Holz dann nach Jahren und sehr vielen Versuchen tatsächlich herausbekommen.

Ich fand es ziemlich spannend und ich glaube so ziemlich jeder Tierarzt in Deutschland hätte das Pferd in die Klinik gebracht, aber Stuart hat Mocca einfach mitten auf dem Hof hingelegt. Dadurch konnte ich bei meiner ersten Mini-OP dabei sein 🙂

Da Stuart schon mal da war haben wir ihn auch gleich in Joys Ohren schauen lassen, wofür er sie sogar sedieren musste, weil sie ihn nicht dran gelassen hat, aber sie hatte wie schon vermutet auch eine Ohrenentzündung wodurch wir uns dazu entschieden haben, dass sie sich erst davon erholen soll, bis sie wieder geritten wird, was bedeutet Andrea muss das ohne mich machen…

Durch die ganzen Planänderungen, haben wir es auch leider nicht geschafft Sunny zu reiten…  Ich werde ihn zwar heute nochmal reiten, aber nur im Schritt und Trab ein bisschen, wodurch wir den Galopp leider nicht nochmal probieren können. Sprich auch dass muss Andrea alleine machen, sobald Sunny wieder mir Sattel geritten werden kann.

Alles Liebe

Kate

Jainas Joy

Hey there,

Jainas Joy ist Jainas fünf Jahre ältere Halbschwester (die Beiden haben die originale Jaina (leider schon vor zwei Jahren gestorben) als gemeinsame Mutter, denn eigentlich heißt unsere vierjährige Jaina, Jainas Gift, abgekürzt). Jedenfalls befand Joy sich bis vor ein paar Wochen auf einer anderen Ranch in der Nähe als Leihmutter. Joys Fohlen ist wenige Tage nach der Geburt an einer schlimmen Infektion gestorben und auf der anderen Ranch ist am selben Tag die Mutter des süßen Quarterhorsefohlens Fancy gestorben, so dass Joy die letzten 3 Monate auf der Westernranch verbracht hat. Nachdem Fancy abgesetzt war, haben die Cowboys Joy noch zwei Wochen als Gesellschaft für Fancy da behalten und sie etwas geritten. Montag haben wir sie dann wieder abgeholt und die Freude in der Herde war groß, als sie endlich wieder kam. Nachdem wir Joy etwas eingewöhnt haben, bin ich sie am Donnerstag das erste Mal geritten, wobei ich leider sagen muss, dass ich englisch reite nicht western… Denn obwohl auch Joy im englischen Stil eingeritten wurde, war sie ziemlich verwirrt, als ich sie geritten bin, vor allem weil sie einen Cowboy gewöhnt war, der bestimmt das Doppelte von mir wog. Sie war beim Reiten ziemlich nervös und ich muss gestehen ich habe mich nicht sehr wohl auf ihr gefühlt. Sie ist im Schritt ziemlich oft stehen geblieben und wollte dann nicht weiter gehen, einerseits hat sie das schon früher gemacht und andererseits wurde sie bei den Cowboys mit Sporen geritten. Dennoch blieb sie wiedererwartend brav auch als ich die Gerte eingesetzt habe und deutlicher wurde. Im Trab lief sie dann recht gut vorwärts, es war nur etwas schwierig sie außen zu halten, das im Westernstil oft sehr viele kleine Kreise geritten werden. Mit der Zeit wurde es immer ruhiger und besser. Zum Schluss ging sie auch im Schritt recht gut vorwärts und sah zufrieden aus, da hab ich mich dann auch viel wohler auf ihr gefühlt, denn eigentlich ist sie echt süß.

Dann bin ich sie am Samstag wieder geritten und es war eine Katastrophe! Sie wollte noch weniger vorwärts gehen als zuvor schon und sobald ich sie dann mal im Schritt hatte fing sie an hinten hoch zu gehen, also es war nicht wirklich ein richtiger Buckler, aber es war ein Ansatz davon. Mit der Zeit wurde es immer schlimmer und auch als wir den Sattel getauscht haben wurde es nicht besser. Selbst als Andrea sich in die Mitte gestellt hat und ich nicht mehr getrieben habe hörte sie nicht auf. Das Hüpfen wurde zu kleinen Bucklern, wenn auch nicht zu schlimmen, und als sie dann angefangen hat plötzlich aus dem Schritt im Trab, wenn auch nur für ein paar Schritte, vorzupreschen, hab ich gesagt „Schluss“ und bin abgestiegen. Es war der Tag an dem ich nur wenige Stunden zuvor von Sunny abgebock wurde, sprich mir tat ohnehin alles weh und mein Selbstbewusstsein hatte einen gewaltigen Knacks erlitten, um genau zu sein fühlte ich mich richtig unsicher. Ich kann Joy einfach noch nicht richtig einschätzen und obwohl Sunny der war, der mich abgesetzt hat, habe ich mich auch danach auf ihm wesentlich wohler gefühlt als auf Joy. Seltsam oder?

Ich werde es in den nächsten Tagen wieder versuchen und hoffe, dass es besser klappt. Auf jeden Fall, werde ich mich dann besser durchsetzen können!

Gute Nacht

Kate

Winke winke Maus

Ich hab ne Maus gefangen, ich hab ne Maus gefangen. Ich…hab ne Maus gefangen! (Ihr müsst das als Erfolgslied singen 😉 )

Als ich gestern in mein Zimmer kam und Dart natürlich wie immer schlafend auf meinem Bett lag, hab ich in der Ecke, in der mein Koffer liegt, eine Maus überrascht, die sich so vor mir erschrocken hat, dass sie in meinen Koffer geflüchtet ist 🙂 Ich musste nur noch zu machen, den Koffer nach draußen bringen (weit genug weg von jeglichen Katzen, nur zur Sicherheit), die Maus rauslocken und die Sachen in meinem Koffer waschen.

Ich hab ne Maus gefangen!

Alles Liebe eure glückliche

Kate

 

Honey Update

Hey there,

gestern waren wir mit Honey beim Chiropraktiker und wo wir schon mal da waren, haben wir Pewter auch gleich für eine Sattelanprobe mitgenommen. Jetzt haben wir für beide etwas passendes gefunden.

Unser Hauptgrund war allerdings, wie schon zuvor angedeutet, ein Rundumcheck für Honey. Dr Meddelton hat das Gleiche festgestellt wie auch Stuart zuvor, dass sie in der Vorderhand, besonders aber in der Hinterhand etwas zu langsam reagiert, wenn sie aus dem Gleichgewicht kommt. Laut ihm kann das drei Ursachen haben: eine starke Verspannung im Genick oder ein ausgerenkter Wirbel in dem Bereich, Zecken in den Ohren, was ja hier leider extrem häufig vorkommt oder eben eine neurologische Störung. Irgendwas am Genick konnte er sehr sicher ausschließen. Zecken in den Ohren war eigentlich unwahrscheinlich, da wir nachdem wir mit Sunny bei Meddelton waren alle Pferde mit einem Antizeckenzeug behandelt hatten. Dennoch wollte er ganz sicher gehen und sie hatte tatsächlich noch eine Zecke im Ohr (die Anderen haben wir mit dem Zeug wohl herausbekommen), aber abgesehen von der Zecke, hat sie eine sehr heftige Ohrenentzündung, was ihre Probleme verursacht haben könnte, dennoch konnte Dr Meddelton eine neurologische Störung nicht ganz ausschließen, es kann auch sein, dass sowohl die Ohren als auch eine neurologische Störung zusammen gekommen sind…

Wie dem auch sei, wir hoffen natürlich, dass es an der Ohrenentzündung liegt, die wir jetzt behandeln und um sicher zu gehen will Andrea in einem Monat nochmal zu Meddelton fahren.

Unser nächster Schritt besteht jetzt darin, Stuart nochmal kommen zu lassen um alle Ohren einmal zu checken, falls noch andere Pferde eine Ohrenentzündung haben. Wie wir festgestellt haben, hat Pewter auch eine, wenn auch eine leichtere und sie hat keine Probleme gezeigt, aber so reagiert eben jedes Pferd unterschiedlich.

Alles Liebe und Gute Nacht

Kate

Viki und Jaina unterm Sattel

Hi,

also das liegt zwar jetzt wie bereits angedeutet schon eine Woche zurück, aber wir haben es endlich geschafft, dass ich mich das erste Mal (und seit dem natürlich auch schon öfter) auf Viki und Jaina gesetzt habe.

Dafür hatten wir zwischenzeitlich doch noch den Westernsattel bei Jaina probiert, sind dann aber auf den Distanzsattel umgestiegen, da der wie auch der Westernsattel eine breitere Auflagefläche hat, ihr aber wesentlich besser passt.

Wir haben die Beiden mit der Bodenarbeit und übern Sattel legen und so Zeug super auf das erste Mal daraufsetzen vorbereiten, so dass keiner sich irgenwie blöd benommen hat. Jaina hat nur einmal nach hinten ausgetreten, was an dem Sattel liegen könnte, da sie da den Westernsattel drauf hatte oder sie fand es seltsam, dass ich plötzlich auf ihr saß, aber das ist nun wirklich keine schlimme Reaktion. Beide hatte die ersten Male Gleichgewichtsprobleme, wodurch sich das Reiten etwas seltsam angefühlt hat, aber sie werden bereits immer sicherer. Wir reiten nur im Schritt und Andrea führt mich natürlich. Langsam nutze ich auch immer mehr Schenkel-, Gewichts- und Zügelhilfen, während Andrea die Kommandos gleichzeitig vom Boden aus gibt, so dass die beiden Süßen sie lernen. Es ist seltsam obwohl Viki es von Anfang an besser verstanden hat, fühle ich mich auf Jaina sicherer, weil ich einfach mehr mit ihr gearbeitet habe und Andrea mehr mit Viki, wodurch Jaina und ich uns einfach mehr vertrauen. Dennoch fühle ich mich auf Viki nicht unsicher, aber mit Jaina ist es einfach noch etwas schöner 🙂

Es macht so eine Spaß das zu lernen, da dass für mich komplett neu ist.

Alles Liebe

Kate

PS: Viki sieht nach dem ersten Reiten doch ziemlich zufrieden aus oder?